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DSP-Hengsttage: 420.000-Euro-Preisspitze von Viva Gold für Helgstrand Dressage


Bild zur Meldung: Preisspitze v. Viva Gold- Rock Forever. Foto: Björn Schroeder



Besser hätte das Finale nicht laufen können: Mit einem hervorragenden Hengstmarkt endete die Jubiläumsveranstaltung der DSP-Hengsttage, die 20. Auflage. Einmal mehr unterstrichen bedeutende Hengststationen, internationale Sportställe und ambitionierte Turnierreiter die Bedeutung dieser Auktion. Zugegeben, zunächst gab es eine Schrecksekunde. Geplant war eine „OnLive“-Auktion, doch – Tücken der Technik; wer kennt sie nicht? – die entsprechende Internetseite fiel aus bisher noch nicht geklärter Ursache aus. Dem Interesse an der Auktionskollektion tat dies keinen Abbruch – zahlreiche Kunden des DSP waren ohnehin vor Ort, außerdem wurden innerhalb kürzester Zeit zusätzliche telefonische Biet-Alternativen geschaffen.
Zur Preisspitze avancierte ein Prämienhengst der Dressurfraktion: Der Sohn des Viva Gold, ein Hannoveraner Fuchs aus einer Mutter von Rock Forever I-Florestan I, gezogen und ausgestellt von der Zuchtgemeinschaft Bürgers, Mönchengladbach, war nicht nur unüberhörbar Liebling des Publikums, sondern gefiel auch in Dänemark: Für 420.000 Euro ging dieses Ausnahmepferd an Helgstrand Dressage.
Auch der Zweite im Preisranking ist ein prämierter Dressurhengst und auch er frisst seinen Hafer zukünftig im Ausland: Bei 350.000 Euro fiel der Hammer von Auktionator Hendrik Schulze Rückamp für den von Wolfgang Reich im baden-württembergischen Heidenheim gezogenen Hannoveraner Rappen von Secret aus einer Dancier-Espri- Mutter. Die niederländische Hengststation Reesink ließ sich diesen Nachwuchs fürs große Viereck nicht entgehen. Die Ausbildung des Hengstes wird Dinja van Liere, dritte der Weltrangliste Dressur, persönlich übernehmen.
Teuerster Hengst der Springkollektion war ein gekörter Holsteiner von Nixon van het Meulenhof-Casall-Heraldik xx. Der sympathische, auffällig gezeichnete Hengst aus dem hohen Norden – hellbraunes Fell, nahezu komplett weißes Gesicht und blaues Auge – wurde von Hans-Herbert Pohlmann in Stuvenborn gezogen und von der Sportpferde Antrack, Ellingstedt, ausgestellt und für 115.000 Euro zugeschlagen. Man darf ihn zukünftig mit Fug und Recht nicht nur auf züchterischem, sondern auch auf sportlichen Parkett erwarten, denn neuer Besitzer ist das belgische Gestüt Zangersheide.

Ein weiteres Pferd wechselte für einen sechsstelligen Betrag den Besitzer und dieser Rappe stammt aus einer Zucht, wie sie renommierter und bekannter nicht sein könnte, nämlich aus der von Paul Schockemöhles Gestüt Lewitz. Für den Oldenburger von Sezuan-San Amour I-Fürst Romancier, den die Klausing GbR, Diepholz, nach München gebracht hatte, fiel der Hammer bei 100.000 Euro. Käufer des gekörten Hengstes ist das in Perl im Saarland Werner Häfner, Sigmaringen. Für 42.000 Euro ging der DSP-Youngster in den Besitz der Station im österreichischen Haag.
Und wenn wir schon bei renommierten, ausländischen Stationen sind: Für 115.000 Euro wechselte ein gekörter Sohn des Nixon van het Meulenhof – Casall nach Belgien in das Gestüt Zangersheide.
Christoph Wahler, Team-Weltmeister der Vielseitigkeitsreiter und Hengsthalter, der es sich nicht nehmen hatte lassen, beim Galaabend persönlich im Sattel mit von der Partie zu sein, war auch in puncto Hengstmarkt aktiv: Er sicherte sich für den Klosterhof Medingen einen gekörten DSP-Sohn des Cullinan du Borget aus einer Stute von Caretino-Carthago, die bereits Hengstmutter von in internationalen Parcours erfolgreichen Söhnen ist. Für diesen von der Besitzergemeinschaft Keitel/Tischer nach München entsandten Hengst fiel der Hammer des Auktionators bei 55.000 Euro.
Einige Zahlen zum Schluss: 33 gekörte Hengst wurden zum Durchschnittspreis von 70.758 Euro zugeschlagen, 28 nicht gekörte Hengste kosteten im Schnitt 24.911 Euro. Der Gesamt-Durchschnittspreis des DSP-Hengstmarktes 2023 beläuft sich auf 49.713 Euro. Insgesamt wurden 33 gekörte und 28 nicht gekörte Hengste verkauft. Ausländischen Kunden des DSP wurden 15 Hengste zugeschlagen – sieben Hengste gingen nach Österreich, zwei in die Niederlande und je einer nach Großbritannien, Belgien, die USA, Schweden, Georgien und Dänemark.

Ein Ergebnis, das sich wahrlich mehr als nur sehen lassen kann – und das, obwohl man sich den Ablauf wahrlich zunächst etwas anders gewünscht hätte. Entsprechend fällt das Fazit des DSP-Vermarktungsleiters Fritz Fleischmann aus: „Durch eine nahezu einmalige Teamleistung ist der DSP-Mannschaft gelungen, trotz Ausfall des Online-Bietens einen hoch erfolgreichen Hengstmarkt zu verwirklichen. Ein Dank geht an die ganze Mannschaft, die Aussteller und die Kunden, die mit ihrer Flexibilität und dank ihres Vertrauens zum Deutschen Sportpferd dieses Ergebnis möglich gemacht haben.“ mic

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